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AXOPAR Rhein Mosel Überführung


Eine deutsche Redensart sagt: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Das trifft auch auf unsere AXOPAR Überführungsfahrt vom Winterhafen in Mainz zu Boote Polch in Traben Trarbach zu. Dank der luxuriösen Ausstattung der 37 Fuss Yacht haben wir uns auf der Fahrt vom Rhein in die Mosel wenig sorgen um die Kälte gemacht, der Nebel hat uns dann aber doch ein wenig überrascht.

Auf Überführungsfahrten oder längeren Strecken mit dem Boot ist es immer gut etwas mehr Zeit einzuplanen. Man weiß nie was noch passiert und so sind wir trotz Temperaturen unter Null mit den ersten Sonnenstrahlen im Winterhafen eingetroffen.

Bei diesem Anblick könnte man fast meinen der Winterhafen trägt seinen Namen bewusst nach der kalten Jahreszeit. Die klare Luft, das ruhige Wasser und die romantische Stimmung eines anbrechenden Tages sind eine Top Motivation im Kampf gegen den noch müden Körper.

Bootsfahren im Winter ist mit Sicherheit nicht Jedermanns Sache und auch wir sind nicht gerade erpicht drauf in offenen Booten durch die Kälte zu schippern. Die heute zu überführende AXOPAR 37 spielt hierbei aber in einer ganz anderen Liga. Dank abgeschotteter Kabine und Standheizung ist es selbst bei Schnee auf dem Dach drinnen mollig warm.

Wie beim Auto so sollte man sich auch bei einem Boot ein paar Gedanken machen wenn die Temperaturen in den Keller gehen. Um das Wasser im Getriebe und Unterwasserschaft vor dem Gefrieren zu schützen, sollte man die Motoren ins Wasser fahren, solange dieses noch nicht gefroren ist.

Schon nach kürzester Zeit hatten wir die AXOPAR aus Ihrem Winterschlaf geweckt und waren fertig zur Abfahrt. Die Außenpolster und Sitzbänke haben wir schon zu einem anderen Zeitpunkt winterfest verstaut. Bei diesen Temperaturen will sich sowieso niemand an Deck aufhalten wenn es nicht umbedingt sein muss.

Der Tag hatte so begonnen, wie wir es aus der Wettervorhersage erwartet haben: Sonnig und mit blauem Himmel. Nach noch nicht mal 15 Minuten Fahrt stießen wir allerdings auf die erste Nebelbank. Was aus der Ferne harmlos aussieht kann sich im Nu zu einem kleinen Desaster entpuppen.

Auch das beste GPS System und Kartenplotter nutzen einem wenig wenn durch die verminderte Sicht die konstante Gefahr einer Kollision besteht. Da unser Boot nicht mit einem Radargerät ausgestattet ist, entschlossen wir uns eine kleine Frühstückspause im Schiersteiner Hafen einzulegen.

Da sich die Wetterlage nur bedingt änderte und uns die Zeit im Nacken saß, machten wir uns trotz Nebel wieder auf den Weg. Zur Sicherheit ging es erstmal in Schleichfahrt hinter einem Tanker hinterher. Mit genügend Abstand ging es nun zwar langsam aber zumindest sicher weiter.

Mit freier Sicht kommt freie Fahrt, dachten wir, doch leider mussten wir uns bis ins Mittelrheintal gedulden, bevor sich der Nebel endgültig gelichtet hatte. Was hätte es gebracht den Tanker zu überholen um dann 100 Meter weiter wieder schutzlos im Nebel zu treiben?!

Dank der guten Manövriereigenschaften der Axopar mit Bugstrahlruder macht das Schleusen trotz der Größe auch im Winter Spaß. Naja, Spaß ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber zumindest gibt einem das Boot das Gefühl, die Situation zu jedem Zeitpunkt unter Kontrolle zu haben. Um bei 5 Schleusen nicht endlos Zeit zu verlieren, kommt es für ein perfektes Timing auf eine gute Funkkommunikation und Beobachtung der Frachterbewegungen per AIS an.

Nach 7 Stunden in zum Teil erschreckend langsamer Geschwindigkeit haben wir es fast geschafft. Endlich fliegt die Axopar mit einer Reisegeschwindigkeit von 70 km/h dahin und auch das Wetter und die Landschaft tut das ihrige. Bei einem solchen Anblick aus der geheizten Kabine kommt man schnell ins Schwärmen und würde am liebsten direkt weiterfahren. Da es bekanntlich nach jedem Winter auch wieder Sommer wird, freuen wir uns schon auf steigende Temperaturen und einer weiteren Überführungsfahrt mit diesem tollen Boot, diesmal in die umgekehrte Richtung.

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